Geschichte

Historische Übersicht

Im Jahre 1705 wurden die ersten Quellen, mit dem heilbringenden eisenhaltigen Wasser im Brunnenpark Ronneby, entdeckt. Das Wasser wurde an kranken Seeleuten mit gutem Resultat erprobt. Das Gerücht der heilenden Wirkung bei verschiedenen Leiden verbreitete sich schnell und mehr und mehr Menschen kamen zu den Quellen. 1726 versickerte jedoch die Quelle aber etwas südlicher wurde eine neue gefunden. Die derzeitige „Alte Quelle“.
Einquartierungsmöglichkeiten für Kurgäste gab es damals im Brunnengebiet nicht. Erst im Jahre 1873 begann man mit der Unterbringung wieder in Ronneby.
Im Notjahr 1864 am 6 April brannten große Teile der Stadt nieder und 5/6 wurden total zerstört. Dadurch entstanden natürlich auch Schwierigkeiten für die besuchenden Brunnengäste.
Von 1873 bis zur Jahrhundertwende wurde der Brunnenpark allmählich mit einer Anzahl Villen, einem Badehaus und einer Wasserfabrik bebaut. Montagefertige (!) Vermietungsvillen wurden mit Dampfschiffen von Göteburg in den Hafen von Ronneby geliefert. Vom Hafen aus wurden dann die Fertigteile auf Schleppkähnen weiter befördert.
Zur Jahrhundertwende 1800 – 1900 war Ronneby eine der am meisten besuchten Kurorte des Landes.
Nicht nur Kranke kamen. Gutsituierte Menschen aus dem In – und Ausland waren von dem Kurleben, das die Fähigkeit Leib und Seele zu stärken versprach, angezogen.
Das Brunnenhotel wurde in den Jahren 1894 - 1897 erbaut und war damals das größte Holzgebäude in ganz Nordeuropa. Leider brannte der Bau 1959 total ab. Das heutige Hotel wurde aus Stein gebaut und stand 1961, am selben Platz wie das alte, für neue Gäste bereit.

Der Vorstand für „Ronneby Helsobrunnen Aktiengesellschaft“ ergriff 1902 die Initiative zum erbauen einer Pension in unmittelbarer Nähe des Brunnenhotels.
Das Gebäude stand 1903 fertig und wurde in den ersten 25 Jahren von den dänischen Damen Aas und Dagmar Hviid betrieben. Daher der Name Hviidehus.
Die Pension war für junge Damen vorgesehen die den Aufenthalt ohne Begleitung eines Erziehungsberechtigten genießen konnten.
1927 übernahm das Paar Andersson die Pension von Dagmar Hviid und betrieb sie bis zum Jahre 1939, als auch das Trinken von Brunnenwasser aufhörte.
Reso übernahm die Pension und betrieb diese ohne größeren Erfolg bis 1947.
Dann wurde das Gebäude an den Frauenverbund der Centerpartei (damals Bauernverbund ) verkauft.
Erschöpfte und abgearbeitete Bauernfrauen konnten jetzt kostenlosen Erholungsaufenthalt genießen.
Durch die Unterstützung von Provinz- und vom Staat wurde Hviidehus schnell als „eine sehr gute Pension“ bekannt.
In den 70er Jahren wurden die freien Reisen abgeschafft und die Zukunft für die Pension Hviidehus sah nicht besonders rosig, aus.
Der Betrieb siechte dahin und hörte schließlich auf.
„Södra Skogsenergi“ kaufte das Gebäude 1986 und renovierte es sehr gründlich. Es durften jedoch keine externen Veränderungen vorgenommen werden. Da das Gebäude ein Teil der alten Brunnenkultur ist, ist es von großem allgemeinem Interesse.
Das Innere des Hauses wurde zum großen Teil im alten Stil bewahrt. Um den heutigen Ansprüchen zu entsprechen mussten u.a. Brandschutz, Ventilation, Beleuchtung, Wärme etc. modernisiert werden.
Im Sommer 2004 wurde das Gebäude von der Gesellschaft MY Hotel in Ronneby, die auch Eigentümer des Grand Hotels bis 2006 waren, gekauft. Die Gesellschaft betreibt auch als Interessengruppe die gegenüberliegende Jugendherberge von STF am „Övre Brunnsvägen“
Die Absicht des Kaufes war, ein Hotel mit stilvollen komfortablen Zimmern und einem erstklassigen Restaurant, in einer naturschönen Umgebung und einer noch immer vorhandenen Atmosphäre aus der Jahrhundertwende, zu schaffen.

Das Hotel Hviidehus liegt in dem s.g. „Blekanbereich“ im südwestlichen Ronneby in dem man um die Jahrhundertwende viele schöne Holzhäuser baute. Besonders beliebt waren die Häuser am linken Ufer des Ronneby -Flusses am „Nedre Brunnsvägen“. Die meisten davon dienten als Pensionen für die Gäste des Gesundheitsbrunnens.

Hviidehus ist ein typisches Beispiel für die Brunnenarchitektur. Spitzdächer, Ecktürme, und Erker vermitteln ein ausgeprägtes vertikales Streben. Die reichhaltigen Schnitzereien mit ihren durchbrochenen Formen geben den Fassaden eine dreidimensionelle Wirkung. Die vielen Balkone und die großen Fenster öffnen sich einladend ins Grüne des Gartens.

 

 

 




 
   
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